Sicca-Syndrom bei Lash-Stylistinnen: Ursachen, Symptome und Schutz während der Arbeit

Trockenheit, Brennen, ein „Sandkorngefühl“ in den Augen am Ende des Arbeitstags – kommt Ihnen das bekannt vor?
Das Sicca-Syndrom (Dry-Eye-Syndrom) ist ein Zustand, bei dem die Augen nicht ausreichend mit natürlicher Tränenflüssigkeit versorgt werden. Die Stabilität des Tränenfilms ist gestört, wodurch die Augenoberfläche austrocknet und gereizt wird.
Für Wimpernstylistinnen ist dieses Problem besonders relevant. Sie arbeiten hochkonzentriert, blinzeln selten, sitzen mehrere Stunden am Stück – häufig in klimatisierten oder beheizten Räumen. All das bedeutet eine zusätzliche Belastung für die Augen.
Werden die Symptome ignoriert, kann sich das Unwohlsein chronifizieren.
Warum tritt es bei Lash-Artists häufiger auf?
Während der Behandlung arbeiten Sie im Millimeterbereich. In solchen Momenten blinzelt man deutlich seltener als normal.
Je seltener das Blinzeln, desto schneller verdunstet der Tränenfilm. Trockenheit, Reizung und Rötung sind die Folge.
Zusätzliche Faktoren:
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trockene Raumluft
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Arbeiten unter der Lampe
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Klimaanlagen und Ventilatoren
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Tragen von Kontaktlinsen
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Dämpfe von Cyanacrylat-Klebstoffen
Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt.
Symptome, die Sie nicht ignorieren sollten:
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gerötete Augen
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Brennen und Stechen
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„Sandkorn“- oder Fremdkörpergefühl
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verstärktes Tränen
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erhöhte Lichtempfindlichkeit
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schnelle Ermüdung der Augen
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Beschwerden bei Zugluft
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verschwommenes Sehen am Tagesende
Treten diese Symptome regelmäßig auf, sollten Sie eine augenärztliche Abklärung in Betracht ziehen. Das Sicca-Syndrom erfordert Aufmerksamkeit – insbesondere bei täglicher hoher visueller Belastung.
Was kann die Trockenheit bei der Wimpernverlängerung verstärken?
Wimpernkleber polymerisiert unter Freisetzung von Cyanacrylat-Dämpfen.
Auch wenn Sie den Geruch kaum wahrnehmen, reagieren die Schleimhäute dennoch auf die Ausdünstungen. Bei bereits bestehendem Sicca-Syndrom können die Dämpfe Brennen und Rötung verstärken.
Wichtig: Es geht nicht darum, dass der Kleber „gefährlich“ ist. Entscheidend ist, dass der dauerhafte Kontakt mit Dämpfen eine zusätzliche Belastung für die Augen der Stylistin darstellt.
Wenn Sie täglich 4–6 Kundinnen behandeln – über Jahre hinweg – sollte dieser Faktor nicht ignoriert werden.
Prävention für Lash-Stylistinnen
Ein Sicca-Syndrom lässt sich leichter kontrollieren als behandeln.
Was Sie in Ihren Arbeitsalltag integrieren sollten:
- Bewusst blinzeln.
Ein einfacher, aber wirksamer Tipp. - Luftfeuchtigkeit kontrollieren.
Ein Luftbefeuchter ist ein sinnvolles Arbeitsinstrument.
Wichtig ist jedoch ein ausgewogenes Raumklima: Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann die Polymerisationsgeschwindigkeit des Klebers beeinflussen. Das Mikroklima sollte stabil und kontrolliert sein. - Direkten Luftstrom ins Gesicht vermeiden.
- Befeuchtende Augentropfen verwenden, sofern ärztlich empfohlen.
- Gönnen Sie Ihren Augen Pausen.
Bereits 5 Minuten zwischen den Kundinnen reduzieren die Belastung.
Klebedampf-Neutralisator – Schutz für die Stylistin
Wenn Sie unter trockenen Augen leiden oder die Reizwirkung der Dämpfe minimieren möchten, lohnt es sich, über zusätzlichen Schutz am Arbeitsplatz nachzudenken.
Der Klebedampf-Neutralisator von Beautier ist ein absorbierendes Gel, das während der Behandlung neben dem Kleber platziert wird.
Er:
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absorbiert einen Teil der Cyanacrylat-Dämpfe
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reduziert die Dampfkonzentration im Arbeitsbereich
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mindert die Reizwirkung auf die Schleimhäute
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kann das Risiko einer kumulativen Sensibilisierung gegenüber Klebstoffen verringern
Die Anwendung ist einfach:
Produkt öffnen und während der Behandlung neben dem Kleber auf dem Arbeitstisch platzieren.
Das Sicca-Syndrom ist keine Kleinigkeit.
Für Lash-Stylistinnen ist die Augengesundheit eine berufliche Ressource. Je bewusster Sie Ihr Raumklima und den Schutz vor Dämpfen gestalten, desto komfortabler und sicherer bleibt Ihre Arbeit langfristig.
Die Schönheit Ihrer Kundinnen beginnt mit Ihrer eigenen Gesundheit.
